Hamburg City Ausnahmezustand UPDATES

Das Verwaltungsgericht in Hamburg hat inzwischen die Demo der Rostocker_innen verboten und sie stattdessen zu einer stationären Kundgebung zwischen Kunsthalle und Hauptbahnhof abgeschoben. Super zum Kesseln. Bestimmt ein Zufall…

Ob dagegen von Rostocker Seite Widerspruch eingelegt werden wird ist unklar, wäre aber ratsam.

Unterdessen hat die Hamburger Polizei die hiesige Überschrift mit dem „Ausnahmezustand“ wohl etwas zu ernst genommen und fast ganz St. Pauli zu einem Gefahrengebiet erklärt. Das bedeutet im Klartext, dass die Cops dort jede Person ohne wirklichen Grund oder auch einfach nur aus Bock kontrollieren, des Platzes verweisen oder gleich in Gewahrsam nehmen kann. „Lageabhängig“ heißt das in der Polizeisprache. Allgemeinverständlich ausgedrückt heißt es, die Polizei entscheidet selbst, was sie darf und was nicht. Missbrauch und Willkür stehen da Tür und Tor noch weiter auf als ohnehin schon.

Zu dem Gefahrengebiet gehört auch das Millerntorstadion selbst samt Vorplatz. Ebenso das Jolly Roger und der Fanladen. Wenn die Polizei also will, kann sie alle Menschen vor dem Jolly in Gewahrsam nehmen – einfach so – und falls jemand nach drinnen flüchtet mal wieder den Laden stürmen und Leuten die Zähne ausschlagen. Kennen wir ja alles schon…

Und Jugendliche, die zufälligerweise eine schwarze Jacke tragen und aus Sicherheitsgründen mal den Schal zuhause gelassen haben und auch kein Ticket dabei haben, weil jemand damit vor der Kurve wartet, kann die Polizei einfach nicht zum Stadion lassen. Es könnten ja auch Rostocker_innen sein…

Verhältnismäßigkeit der Mittel Ahoi!


1 Antwort auf „Hamburg City Ausnahmezustand UPDATES“


  1. 1 Horst-Kecin 20. April 2012 um 12:29 Uhr

    kennst du den schon: „stehen 2.000 ultras vor‘m millerntor und die polizei würde doch gerne einmal in die rucksäcke schauen…“

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