23.03. Zeckensalon zum Thema Grauzone

Der Zeckensalon auf St. Pauli lädt im März zu einer Veranstaltung zum Thema Grauzone:

Rech­te Le­bens­wel­ten zwi­schen Punk, OI und Deutsch­rock

Im­mer­hin: “Gegen Nazis” sind viele, die sich in Sub­kulturen oder in der Po­pu­lär­kul­tur be­we­gen – Frei.​wild-Fans auf der Fußball-​Fan­mei­le oder auch OI-​An­hän­ge­rIn­nen, die die Po­li­tik so­wie­so ab­leh­nen. Doch jen­seits der Whi­te-​Power-​Rock­mu­sik eta­blie­ren sich rech­te Le­bens­wel­ten, für die die Ka­te­go­rie “Nazis” ge­nau­so wenig zu­trifft wie das Label “un­po­li­tisch”. Sie sind ir­gend­wo da­zwi­schen, in der Grau­zo­ne. Diese Grau­zo­ne reicht weit hin­ein in “al­ter­na­ti­ve” Sze­nen und be­deu­tet einen zu­neh­en­den Raum­ver­lust für linke, eman­zi­pa­to­ri­sche Ideen.

Die von einem Re­fe­ren­ten des Ver­eins apa­biz durch­ge­führ­te Ver­an­stal­tung wird den fol­gen­den Fra­gen nach­ge­hen: Wo be­ginnt die Grau­zo­ne, wo hört sie auf? Wieso er­lebt sie heute Dy­na­mik? Und was sind ei­gent­li­che “rech­te Le­bens­wel­ten”?

Ent­spre­chen­de Strö­mun­gen im Punk, OI und Hard­core sind eben­so Thema wie die Pop­kul­tur von Böhse On­kelz und Frei.​wild. Zum Einen wird an­hand von Bei­spie­len auf­ge­zeigt, wie eng manch „un­po­li­ti­sche“ Künst­le­rIn­nen aus der Grau­zo­ne mit ex­trem rech­ten Mi­lieus ver­wo­ben sind. Zum An­de­ren gibt es un­ap­pe­tit­li­che Ein­bli­cke in re­ak­tio­nä­re Män­ner­wel­ten, spieß­bür­ger­li­che Re­bel­li­ons­phan­ta­si­en und Wer­te­bil­der, die auf Bal­ler­mann­par­tys und in Bild­zei­tungs-​Le­ser_in­nen­brie­fen wahr­lich bes­ser aufge­ho­ben wären als in links co­dier­ten Sze­nen.

23.​03. um 20 Uhr im Fan­la­den St. Pauli. Der Re­fe­rent ist ein Mit­ar­bei­ter des An­ti­fa­schis­ti­schen Pres­se­ar­chivs und Bil­dungszen­trums Ber­lin e.V. Die Ver­an­stal­tung des Ze­cken­sa­lons wird un­ter­stützt von Ball­kult e.V..