Neuer Name Alte Scheiße

Der FC Sachsen Leipzig ist ja bekanntermaßen Geschichte. Mehr oder weniger offizieller Nachfolger des Vereins ist die SG Leipzig-Leutzsch, und gegen eben diese musste am Wochenende der Rote Stern Leipzig antreten. Der rein sportlich gesehen deutliche Sieg die SGLL mit 10:0 wurde überschattet von Szenen, die im Osten der Republik leider zum Fußballalltag gehören, aber dennoch nicht weniger zum kotzen sind. Homophob und antisemitische Beleidigungen, antikommunistische Pöbeleien, Kühnengruß… Alles mit dabei. Der Schiedsrichter hat wie immer nichts gemerkt und die Verantwortlichen bei der SGLL opfern sich – genuin rechter Logik folgend – lieber ein, weil Fans des RSL „Nazis raus!“ gerufen haben und damit ja alle Anwesenden voll arg beleidigt hätten. Dass sie damit allerdings was zumindest einen Gutteil des Publikums der SGLL relativ treffend charakterisiert haben, kommt SGLL-Sprecher Jamal Engel nicht in die Tüte: „Bei uns stehen Linke, Rechte und Menschen aus der Mitte zusammen im Block. Nur Extreme bleiben draußen.“ Da sieht mensch mal wieder wo sächsische CDU-Hegemonie und Extremismusdoktrin hinführen können…

Einen Bericht gibt es [hier] bei der Leipziger Volkszeitung. Gerade weil das Blatt auch die Idiot_innen zu Wort kommen lässt, ist der Artikel äußerst lesenswert.