You‘ll never walk alone

In der Jüdischen Allgemeinen ist ein ausgesprochen interessanter Artikel über die Geschichte des Fußballschlagers „You‘ll never walk alone“ erschienen. Die Wurzeln des Hits von Gerry & The Pacemakers, der auf St. Pauli leider lange Zeit in der grausamen Rubbermaids-Version gespielt wurde, liegen dabei deutlich weter in der Vergangenheit, als manch eine_r vermuten mag:

Wäre es nach Brian Epstein gegangen, würde dem Fußball etwas Wichtiges fehlen. Der Mann, der als Manager der Beatles berühmt wurde, hatte 1963 auch eine zweite Band aus Liverpool unter Vertrag: Gerry and the Pacemakers. Nach zwei Beat-Hits schlug der Sänger Gerry Marsden ausgerechnet eine alte Ballade als dritte Single vor. Epstein war dagegen. »Wir wollen wieder eine Nummer eins von dir und glauben nicht, dass das stark genug ist«, sagte er. Am Ende wurde die Single doch veröffentlicht. Ihr Titel: You’ll never walk alone.

Am 2. November 1963 erreichte der Song die Spitze der Hitparade und wurde daraufhin im Stadion des Liverpool FC gespielt. Bald übernahmen die Fans You’ll never walk alone in ihr Repertoire. Anfang der 1990er-Jahre kam der Song nach Deutschland. Schnell wurde er zur wichtigsten Fußballhymne, die vereinsübergreifend in den Stadien gesungen und gespielt wird. Wenn am Freitag die Bundesliga startet, hat auch You’ll never walk alone wieder Saison.

Vielen Fans ist allerdings nicht bewusst, dass die Geschichte des Songs wesentlich weiter zurückreicht. Und dass diese Geschichte eine dezidiert jüdische ist. You’ll never walk alone stammt aus dem Broadway-Musical Carousel, das 1945 von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein geschrieben wurde. Das Musical wiederum basiert auf dem 1909 uraufgeführten Theaterstück Liliom des ungarischen Schriftstellers Franz (Ferenc) Molnár…

Den ganzen Artikel gibt es [hier].