Archiv für September 2010

Von eigenen Gesetzen und einem Käfig voller Helden

Berliner SV 92Tennis Borussia Berlin 3:5

Dienstag, 14.09.2010, 19:00 Uhr, Stadion Wilmersdorf Nebenplatz, Berlin-Pokal 2. Runde (Männer)

Es gibt Ecken von Berlin, von denen weiß kaum wer, dass es sie gibt. Eine solche Ecke ist Schmargendorf, ein kleiner, beschaulicher Stadtteil zwischen Wilmersdorf und Grunewald, einst Heimat von John Heartfield und Rainer Maria Rilke, heute eher bekannt für das Kraftwerk Wilmersdorf oder das schöne Stadion Wilmersdorf. Letzteres wäre der denkbar schönste Ort für die diesjährige Neuauflage des einstigen Derbyklassikers gewesen, der in den 1950ern regelmäßig mehr als zehntausend Menschen in die Stadien lockte. Doch leider führten widrige Umstände dazu, dass das Spiel auf irgendeinem Kunstrasenplatz in einem sehr engen Metallkäfig stattfinden musste. Dafür gab es immerhin einen Ausblick auf das wunderschöne Kraftwerk gratis dazu…

Das Spiel vor irgendwas zwischen hundert und zweihundert Zuschauer_innen begann pünktlich und auch gleich mit einem Knalleffekt, denn der Sekundenzeiger hatte noch keine ganze Runde zurückgelegt, da stand es schon 1:0. Allerdings nicht für TeBe, sondern für den BSV. Als dann nach vielleicht zehn Minuten auch noch das zu diesem Zeitpunkt durchaus gerechtfertigte 2:0 fiel, war der Schock perfekt und eine echte Pokalsensation lag in der Luft. Die Lila-Weißen schienen irgendwie nicht zurecht zu kommen mit dem quietschig-rutschigen Untergrund und auch nicht mit der aggressiven Spielweise der Störche. Als dann einer der ersten vernünftigen Angriffe der Borussia regelwidrig innerhalb des Strafraums gestoppt wurde, übernahm Kalkan Verantwortung und verwandelte den fälligen Elfmeter. Nach der gängigen Fußballlogik hätte jetzt der drei Klassen höher spielende Favorit das Heft in die Hand und das Spiel drehen müssen, doch einige Minuten später war es wiederum ein Spieler des souveränen Tabellenführers der Bezirksliga Staffel 3, der nach schöner Körpertäuschung von der Strafraumgrenze abzog und an dem in dieser Szene alles andere als gut aussehenden Filatow vorbei ins lange Eck zum 3:1 einnetzte. Wenn dann kurz vor dem Halbzeitpfiff nicht doch noch Tokgöz nach einem herrlichen Solo über den ganzen Platz wenigstens den Anschlusstreffer erzielte hätte, ich weiß nicht, ob TeBe sich dann noch einmal hätte aufraffen können…

So aber kam das Team völlig verändert aus der Kabine. Trainer Yildiz muss in der Kabine genau die richtigen Worte gefunden haben, denn als der mit deutlicher Verspätung wieder auf dem Platz erschienene Schiedsrichter das Spiel wieder anpfiff, war von der Unsicherheit der ersten Hälfte nichts mehr zu sehen. TeBe spielte aggressiv und weitgehend kombinationssicher. Selbst der bei dem Dauerregen des Tages extrem schlecht zu spielende Bodenbelag schien sie nicht mehr sonderlich aus der Fassung zu bringen. Zwar kamen noch immer viele Pässe nicht an und rutschten nahezu alle Beteiligten fröhlich an einander vorbei, aber es gab jetzt so etwas wie Struktur und Spielaufbau bei der Borussia. Auch wenn der BSV zwischenzeitlich noch einmal vor allem durch Standards von der linken Seite aus gefährlich werden konnte, die Tore für TeBe in der zweiten Hälfte gingen allesamt klar und vor allem der Schlusspunkt von abermals Tokgöz war einfach toller Fußball. Der Rest war Jubel im Regen…

Nicht so schön war die doch arg hohe Zahl von Fouls und Unsportlichkeiten auf beiden Seiten, die den Schiedsrichter zeitweise ebenso zu überfordern schienen, wie das Gesinge und Gepöbel seitens des Anhangs von Tennis Borussia. Einige bange Minuten, in denen es plötzlich ganz still wurde auf und um den Sportplatz, gab es Mitte des zweiten Hälfte, als nach einem Zweikampf Jerome Bah, der in der ersten Hälfte für den verletzten Magri gekommen war, regungslos nahe des eigenen Sechzehners liegenblieb und irgendjemand sogar nach einem Krankenwagen rief. Auswechselspieler beider Teams zogen ihre Jacken und Pullis aus, um den am Boden liegenden zu wärmen und manch eine_r fürchtete wohl schon das Schlimmste. Als Bah dann von anderen Spielern gestützt doch wieder aufstehen konnte, war der Stein, der allen Anwesenden vom Herzen fiel deutlich zu hören. Die Gesundheit eines Spielers ist dann halt doch wichtiger als Tore oder Punkte…

Was bleibt ist die Erinnerung an ein packendes und sehenswertes Pokalspiel bei Gastgebern, die in dieser Form den Aufstieg schon jetzt sicher in der Tasche haben sollten, und die Freude über den ersten lila-weißen Pflichtspielsieg der Saison.

PS: Das Konzert von Liturgy im West Germany hinterher war der Hammer!

Nevermind „Freiheit statt Angst“ – This is 03 vs. HRO

SV Babelsberg 03FC Hansa Rostock 0:2

Samstag, 11.09.2010, 14:00 Uhr, Karl-Liebknecht-Stadion, 3. Liga (Männer)

Wer vom Pferd geworfen wurde, soll ja bekanntlich gleich wieder aufsteigen. Deshalb ging es nach den unschönen Ereignissen nach dem Spiel von TeBe gegen Union II am Vorabend und nicht eben gutem Schlaf gleich weiter zum nächsten Sicherheitsspiel. Der SV Babelsberg 03 hatte den FC Hansa Rostock zu Gast und der wiederum weit über zweitausend Fans im Schlepptau. Fußballfest vorprogrammiert sozusagen…

So ging es also gegen halb eins mit Apfelecken und Premium Cola bewaffnet bei schönstem Spätsommerwetter per S-Bahn nach Potsdam und dort auf fast direktem Wege zum Stadion. Dort angekommen, mussten wir feststellen, dass es keine Tickets mehr gab, doch irgendwie haben diejenigen aus der Reisegruppe, die nicht vorsorglich in der Baiz ihr Ticket gekauft hatten, dann doch noch welche aufgetrieben und wir konnten versuchen uns irgendwo im knallvollen Karli Plätze mit Sicht aufs Spielfeld zu sichern. Gar nicht so einfach…

Gleich zum Anpfiff legte der Mob aus Rostock richtig los mit diversen Bengalos und Rauch in Weiss und Grün (Polizei?). Ohnehin war es mehr als beeindruckend, was die Rostockkurve an Support bot. Eine Mitmachquote von 98% in der gesamten Kurve macht ordentlich Alarm. Sympathisch sind mir die meisten der Menschen dort trotzdem nicht. Dafür gibt es dort einfach viel zu viele „echte Männer“ und leider auch immer noch Idioten, die den rechten Arm hebend auf dem Zaun rumhängen. Ätzend! Interessant auch, dass die Heimniederlage gegen St. Pauli letzte Saison offenbar die Fanszene sehr traumatisiert hat. Anders lässt es sich nicht erklären, dass die ganze Kurve immer wieder „Scheiß St. Pauli“ rief, obwohl der FC St. Pauli ja gar nicht da war. Komische Sache…

Das Filmstadt Inferno samt Umfeld auf der anderen Seite mühte sich zwar redlich, aber gegen die Wand von der Ostsee war kein Gegenankommen. Da half auch der Kasernenhofton von einem der Kapos nichts, der sein pädagogisches Wissen wohl aud „Full Metal Jacket“ hat. Die überwiegende Mehrheit der Babelsberger_innen bekam nicht ein einziges Mal den Mund auf. Schade, aber vielleicht liegt es auch an diesem Ultrading, das möglicherweise viele Menschen in der Kurve zu einer Konsumhaltung verleitet, in der sie keinerlei Eigeninitiative mehr zeigen. Wenn dann durch so einen Übersupport wie jenen von den Rostocker_innen das eigene Liedgut schon zwanzig Meter links der Kapos fast nicht mehr zu hören ist, erstarrt die Kurve offenbar schnell in Ehrfurcht. Für meinen Geschmack könnte das Babelsberger Liedgut allerdings auch ein paar mehr kurze, prägnante Rufe beinhalten statt 99% melodiösem Singsang. Ein einfaches „Null Drei! Null Drei! Null Drei!“ oder ähnliches hätte oft mehr Energie rüberbringen können als der schönste Gesang. Und das Team hätte echt jeden Support gebrauchen können…

Denn das Spiel begann mit Einbahnstraßenfußball. In den ersten zwanzig Minuten wirkten die Nulldreier so, als hätten sie Angst oder zumindest übertriebenen Respekt vor ihrem Gegner. Das sehenswerte Tor durch Ziegenbein in der 8. Minute war da nur logische Konsequenz. In der Folge war das Spiel ausgeglichener und Babelsberg hatte durchaus Chancen. Nach dem Seitenwechsel waren sie sogar für eine Viertelstunde klar überlegen. Doch als dann wie aus dem Nichts Schied in der 60. Minute nach einem Freistoß das 2:0 erzielte, war das Spiel entschieden. Rostock spielte souverän seinen Stiefel runter und Babelsberg hatte einfach nicht die richtigen Ideen, die die kompakte Rostockabwehr vor Torwart Hahnel im Rijkaard Jugend-Gedächtnistrikot hätten überlisten können. Zwar waren sie sichtlich bemüht und vor allem Koc machte ein wirklich gutes Spiel, doch das etwas eintönige Flankenspiel war viel zu berechenbar. Schüsse aus der zweiten Reihe wären vielleicht eine Option gewesen, aber die waren wohl leider grad ausverkauft.

Nach dem Spiel ging es mit Zwischenstopp am Fanladen zum Bahnhof Babelsberg, wo die Polizei aber leider gerade sichtlich Probleme mit der Fantrennung hatte. Vor und im Bahnhof standen überwiegend friedliche Babelsberger_innen und teilweise enorm aggressive Rostocker_innen bunt durcheinander. Zum Glück entschied sich die Bundespolizei, nachdem auf dem Bahnsteig schon Menschen aneinander geraten waren, diesmal mit in die S-Bahn nach Berlin zu steigen. Da war durchaus Konfliktpotential vorhanden. Es reichen halt schon ein paar Arschlöcher um eine Situation eskalieren zu lassen. Alles in allem blieben die von der Presse heraufbeschworenen schweren Krawalle aber offenbar aus. Ein Zitat dazu vom Blog von Zujezogen Nulldrei:

4 Stunden nach dem Spiel sitzen circa 20 Hansa-Fans im Babelsberger Kiez und feiern ihre Mannschaft; dies ohne jedwede Anfeindungen unsererseits. Die Frage nach der Möglichkeit eben jenes umgekehrt in Rostock stellt sich mitnichten.

War alles in allem ein gelungener Ausflug nach Brandenburg und für mich persönlich ein gutes erstes Drittligaspiel.

PS: Alle zur Antifademo in Potsdam am 25.09.!

Meldung auf tebe.de zu dem Überfall von Freitag

Auf der Seite von Tennis Borussia Berlin ist inzwischen eine Stellungnahme des Vereins veröffentlicht worden, die euch nicht vorenthalten werden soll:

TeBe wünscht gute Besserung

Den Gewaltopfern vom Freitagabend alles Gute!

Tennis Borussia drückt hiermit allen Betroffenen des Überfalls am S-Bahnhof Savignyplatz vom Freitagabend seine Solidarität aus. Allen Verletzten gilt der Wunsch nach guter Besserung; denjenigen, die ohne körperliche Blessuren davongekommen sind, sei gewünscht, dass sie das Erlebte recht schnell gut verarbeiten mögen.

Auf dem Heimweg befindliche Anhänger von Tennis Borussia waren nach dem Spiel der Veilchen gegen die Reserve des FC Union gegen 22 Uhr am S-Bahnhof Savignyplatz aus einer größeren Gruppe von Union-Fans heraus mit Tritten, Schlägen und Flaschenwürfen angegriffen worden. Hierbei erlitten mehrere Personen leichte Verletzungen. Es gelang den TeBe-Fans, unter denen sich auch Kinder befanden, sich in ein Lokal zu flüchten, wo sie bis zum Eintreffen der Polizei ausharren konnten.

Ohne den laufenden polizeilichen Ermittlungen vorgreifen zu wollen, empfehlen wir allen Betroffenen, nicht abzuwarten, bis sie zu einer Zeugenaussage geladen werden, sondern möglichst umgehend alle noch erinnerten Details, insbesondere Täterbeschreibungen, in einem Gedächtnisprotokoll festzuhalten. Darüber hinaus bitten wir alle, die Zeugen des offenbar geplanten und koordinierten Überfalls geworden sind oder im Bereich zwischen Westkreuz und Savignyplatz im fraglichen Zeitraum zwischen 21.30 und 22.30 Uhr Beobachtungen gemacht haben, die damit im Zusammenhang stehen könnten, sich bei der Polizei zu melden oder Tennis Borussia zu kontaktieren, damit wir die Kommunikation mit den entsprechenden Ansprechpartnern vermitteln können. Es ist sicher nicht nur im Interesse der TeBe-Fans, über die bereits identifizierten Gewalttäter hinaus möglichst alle Beteiligten an dem brutalen Angriff zur Verantwortung zu ziehen.

Den unmittelbar Betroffenen werden wir, soweit uns möglich ist, jede erdenkliche Unterstützung leisten. Bitte zögern Sie nicht, sich bei uns zu melden.

Unioner greifen nach dem kleinen Derby TeBe-Fans an

Tennis Borussia Berlin1. FC Union Berlin II 0:2

Freitag, 10.09.2010, 19:30 Uhr, Momsenstadion, Oberliga Nordost Nord (Männer)

Es gibt Situationen, da muss der Fußball beiseite treten und Wichtigerem Platz machen. Der heutige Abend ist eine solche Situation. TeBe hat gut gespielt, aber nach zwei frühen Toren 0:2 verloren, genau wie Unions Erste fast zeitgleich in Paderborn. Die TeBefans hatten eine nette, kleine Choreographie, brandneues Liedgut und Gäste vom Roten Stern Leipzig am Start. Union II war mit ein paar hundert Leuten, aber nicht gerade lautstark vor Ort. Soweit zum Fußball…

Das Wichtige geschah nach dem Spiel, nachdem einige TeBe-Nachzügler_innen am S-Bahnhof Messe Süd in die S3 Richtung Erkner stiegen und dort ohne jede Polizeibegleitung von einer von Station zu Station steigenden Zahl von Unionern bedrängt wurden. Von einem der Unioner per Handy koordiniert sammelten sich mehr als zwanzig Unioner in dem Waggon der rund zwei Handvoll TeBeler_innen. Spätestens als am S-Bahnhof Charlottenburg auch ein Unioner den Waggon betrat, der zuvor im Stadion durch Rufe wie „Schwuchtel“ und „Judensau“ in Richtung auf TeBe-Fans aufgefallen war, wurde den Anwesenden klar, dass sie sich in allerhöchster Gefahr befanden, da die hier versammelten Unioner in einem links-alternativen, Westberliner Verein mit jüdischer Tradition mit ziemlicher Sicherheit ein Symbol für so ziemlich alles, was sie hassen, sehen mussten, falls sie nicht eh einfach nur auf „einfache Beute“ aus waren…

Am nächsten Bahnhof, dem S-Bahnhof Savignyplatz, verließen alle TeBeler_innen mehr oder weniger fluchtartig den Zug, während die Unioner im selben Augenblick begannen sie mit Faustschlägen, Fußtritten und Flaschenwürfen anzugreifen und über den Bahnsteig aus dem Bahnhof zu jagen, während sie unter anderem „Lila-Weisse Westberliner Scheiße“ grölten. Die Rund ein Dutzend TeBeler_innen, unter denen sich auch zwei Kinder befanden, konnten sich zum Glück in die direkt am Bahnhof gelegene Cocktailbar Zeitlos retten, deren Personal sich teilweise schützend zwischen die TeBeler_innen im Laden und die angreifenden und teilweise mit Stühlen fuchtelnden Unioner draußen stellte und die Polizei alarmierte. Für diesen Akt der Zivilcourage gebührt den Zeitlos-Mitarbeiter_innen großer Dank!

Als die Polizei anrückte, waren die Unioner selbstverständlich schon längst über alle Berge und es blieb ihnen nur Anzeige gegen Unbekannt aufzunehmen und eine Ermittlung wegen schweren Landfriedensbruchs in die Wege zu leiten. Die teilweise emotional sichtlich mitgenommenen TeBeler_innen machten sich daraufhin irgendwann kollektiv zu Fuß auf den Weg zur nächsten U-Bahnhaltestelle, um bloß nicht noch einmal an den Ort des Geschehens zurückkehren zu müssen. Dass bei dem feigen Angriff niemand ernstlich verletzt wurde und nur einige Wenige leichte Blessuren davontrugen, grenzt an ein Wunder.

Fußball in Ostdeutschland. Es ist zum Kotzen…

An all die netten und korrekten Unioner_innen, die es ja auch gibt: Wann macht ihr in Eurer Kurve endlich mal Klarschiff und schmeißt dass rechtsoffene Hooltragesocks in die Wuhle?!

Erneuter Homophobieskandal im Fußball

Beim unterklassigen FC Chooz aus Nordfrankreich wurde ein Spieler nach seinem Coming Out aus dem Team geschmissen. Der 28-jährige Yoann Lemaire, der seit 14 Jahren im Verein aktiv war, wurde von den Verantwortlichen aus der Mannschaft entfernt, um ihn eigenen Angaben zufolge vor Anfeindungen seiner Mitspieler zu schützen. Wahrscheinlich ist das gesellschaftliche Klima in Chooz, einem Siebenhundertfünfzigeinwohnernest an der Grenze zu Belgien, das bisher eigentlich nur für sein Atomkraftwerk bekannt war, wirklich nicht sonderlich fortschrittlich. Allerdings ganz offenbar nicht nur im Team des Fußballvereins, sondern zumindest auch in der Vereinsführung… Zum Kotzen sowas…

Mehr Infos gibt es beim Spiegel, Le Monde und queer.de.

yoann

Julius-Hirsch-Preis für Roter Stern Leipzig

Bereits zum sechsten Mal hat der DFB am gestrigen Abend den Julius-Hirsch-Preis für „Freiheit, Toleranz und Menschlichkeit“ vergeben. Presisträger in diesem Jahr ist neben dem SV Blau-Weiß Sedlitz und dem SV 06 Lehrte auch der Rote Stern Leipzig. Herzliche Glückwünsche von hier aus!

Der Julius-Hirsch-Preis ist benannt nach Julius Hirsch, einem ehemaligen deutschen Nationalspieler jüdischen Glaubens, der beim Karlsruher FV spielte und von den Nationalsozialist_innen in Auschwitz ermordet wurde.

Beim MDR gibt es auch ein kurzes Video und einen Radiobeitrag dazu…

Nachtrag: Hier noch der Reisebericht der offiziellen Delegation von Roter Stern Leipzig.

Es gibt Wichtigeres als Fußball…

Torgelower SV GreifTennis Borussia Berlin 4:0

Samstag, 04.09.2010, 14:00 Uhr, Gießerei-Arena, Oberliga Nordost Nord (Männer)

Treffpunkt für die gemeinsame Auswärtsfahrt per Bus war mal wieder die Masurenallee, an der sich zu so früher Stunde nicht nur Millionen (mindestens!) von IFA-Besucher_innen tummelten, sondern auch ein ganzer Haufen Herthaner_innen rund um die Harlekins, die offenbar genau den gleichen Treffpunkt für ihre Auswärtsfahrt zum Testspiel in Auerbach (4:0 für Hertha) gewählt hatten. Abgesehen von einigen argwöhnischen Blicken passierte jedoch rein gar nichts. Im TeBe-Bus passierte vor allem Einstudieren neuen Liedguts und Diskutieren über diverse andere Vereine zwischen Altona und Fulham. So ging es weiter gen Norden und vorbei an militärischen Sperrgebieten und immer neuen Kasernen rein nach Torgelow hin zu dem kleinen, idyllisch in einem Waldstück gelegenen Stadion, das jetzt mal Name hin Name her echt absolut gar nichts von einer Arena hat. Das einzig Moderne waren die Klos, die in dieser Liga sicher ihresgleichen suchen. Torgelow – Toilettenmeister der Herzen!

Am Einlass suchten die extra angeheuerten Ordner (nix mit _innen…) von Baltic Secur in ihren Hosen von Thor Steinar und Erik & Sons akribisch nach allen Transparenten und Fahnen, die irgendwie politisch oder provozierend sein könnten und stellten fest: „Fahnen mit ‚Judensternen‘ kommen hier nicht rein!“ Menschen, die sich schon durch ihre Kleidungs- und Wortwahl derart disqualifiziert haben, zu erklären, dass Tennis Borussia eine lange jüdische Tradition hat und Fahnen mit Davidsternen daher durchaus einen Fußballbezug haben, brachte selbstredend auch nichts. Glücklicherweise gelangten diverse „verbotene“ Fahnen und Tapetenrollen trotzdem irgendwie ins Stadion und konnten so zu Beginn der zweiten Halbzeit entrollt und präsentiert werden. So konnten die Anwesenden auf zwei Tapetenrollen „Grüße nach Dortmund… Gegen jeden Naziaufmarsch !!!“ lesen und je eine Antifa- und eine Israelfahne bewundern. Als dann die Ordner anrückten war alles ganz schnell wieder eingeholt und sie mussten sich wieder verziehen, weil ja nichts „Verbotenes“ mehr gezeigt wurde. Als dann jedoch irgendwann einige der Heimfans nicht mehr nur „Lila-Weiße Westberliner Scheiße“, sondern auch noch „Zick Zack Zigeunerpack“ riefen, war das Maß voll und es wurden erneut Fahnen herausgekramt. Unter anderem eine mit dem altbekannten Faust-zerschlägt-Hakenkreuz-Motiv und eine von Ajax Amsterdam, die u.a. auch eine Israelflagge mit drauf hat. Wieder kamen die Ordner, aber diesmal wurde diskutiert. Als nach einer Viertelstunde Diskussion darüber, ob die Ajaxfahne jetzt politisch sei, weil so ein ‚Judenstern‘ halt provozierend wirken kann, oder halt nur eine explizit erlaubte Fußballfahne, gaben sie irgendwann auf, weil eh keine zehn Minuten mehr zu spielen waren. Sie drohten dann nocht eine Anzeige gegen den Verein an, zu der die anwesenden, sehr zurückhaltenden Polizist_innen nur meinten: „Ich seh da nichts Verbotenes…“, und verzogen sich. Im Heimblock gab es nach Abpfiff dann noch zwei laute Böller und auch mindestens einen Hitlergruß (s. Foto). Was war auch anderes zu erwarten von einer Gegend, in der die NPD 2006 bei der Landtagswahl mit rund 15% und damit sogar noch doppelt so viele Stimmen wie im Landesdurchschnitt bekommen konnte. Zum kotzen… Dass die TeBe-Fans dann sogar noch in ihrem Block den Müll eingesammelt haben, während die guten Jungs von nebenan rumböllerten, dürfte die Einheimischen wenigstens verwirrt haben… An dieser Stelle sollte aber der Fairness halber noch erwähnt werden, dass sich die vereinseigenen Ordner_innen und auch die Polizeibeamt_innen sehr korrekt verhalten haben. Traurig, wenn die Bullen diejenigen sind, mit denen mensch vor Ort noch am ehesten reden kann…

Achja, Fußball gespielt wurde auch. In der ersten Hälfte war das Spiel auch noch recht ausgeglichen und TeBe hätte sogar durch einen schönen Volleyschuss von der Strafraumgrenze in Führung gehen können, doch leider erzielte Pankau in der 27. Minute das 1:0 für die Gastgeber. In der zweiten Hälfte konnten die Lila-Weißen zunächst auch weiterhin mithalten, doch als Pankau in der 64. Minute erneut einnetzte und Joker Beck nur neun Minuten später sogar auf 3:0 erhöhte, war das Spiel entschieden. TeBe gab sich nicht auf und kämpfte weiter um jeden Ball, aber am Ende stand es dank Nawotke (78. Minute) sogar 4:0 für Torgelow. In der Höhe war das Ergebnis vielleicht etwas zu hoch, aber der Sieg war dennoch verdient. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass die Punkte für den Klassenerhalt wohl eher gegen Ende der Saison gesammelt werden müssen, weil das Team einfach noch nicht soweit ist. An den Fans hat es jedenfalls nicht gelegen. Immerhin rund 50 Menschen waren der Mannschaft über den Rand der zivilisierten Welt hinaus gefolgt und feuerten das Team nach Kräften an, während von der Heimtribüne außer Applaus nach Toren und gelegentlichen Beleidigungen nichts zu hören war. Da war ja in Lichterfelde mehr los… Aber das liegt ja auch nicht in einem quasi national befreiten Kartoffelghetto…

Die sportliche Niederlage tut weh, aber lässt sich verkraften, im Angesicht der rechten Scheiße, die eine_n in solchen Abrissgebieten der Gesellschaft, um die Nase weht, wo ‚Judensterne‘ verboten sind und die bloße Positionierung gegen Nazis, die andernorts selbst von der CDU mitgetragen wird, als Problem angesehen wird. Stadtumbau West übernehmen sie!

Die Zukunft des Fußballs ist weiblich

Tennis Borussia BerlinFFC Oldesloe 0:3

Mittwoch, 01.09.2010, 19:00 Uhr, Momsenstadion, DFB-Pokal (Frauen)

DFB-Pokal ist ja dieses Jahr kein gutes Thema für jemanden, der den FC St. Pauli mag, aber vielleicht habe ich ja gehofft das Trauma von Chemnitz bei den Veilchenladies wieder los zu werden. Immerhin hatten diese ja in der ersten Runde bei BTS Neustadt mit 11:0 gewonnen. Allerdings hatten auch die heutigen Gäste mit ihrem 10:0 beim SV Wilhelmshaven bereits ein Ausrufezeichen gesetzt.

Den besseren Start ins Spiel fanden eindeutig die Gäste aus dem hohen Norden, die bereits in der 5. Minute durch Madeline Gieseler in Führung gehen konnten. Überhaupt schien es so, als ob die Lila-Weissen erst ab etwa der 20. Minute überhaupt wirklich auf dem Platz waren. Von da ab ging es aber durchaus munter hin und her. Oldesloe war zwar besser in der Spielanlage, aber TeBe kam über den Kampf ins Spiel. Als jedoch in der 69. Minute die hervorragend spielende Gaitana Lippert nach einem schlimmen Abwehrfehler das 2:0 markierte, war wohl allen der rund 50 Zuschauer_innen klar, dass die zweite Runde in dieser Saison auch die letzte für TeBe sein würde. Dass Sarah Begunk in der 80. Minute sogar noch das 3:0 erzielte war da auch fast schon egal. Schade, aber ein gerechtes Ergebnis in einem überaus fairen Spiel. Für TeBe dürfte es eh wichtiger sein die Liga zu halten und sofern dort beide Spiele gegen Oldesloe gewonnen werden, wird sicher niemand dem Pokalaus nachtrauern.

Was mir mal wieder aufgefallen ist bei diesem Spiel ist, dass höherklassiger Frauenfußball derzeit noch immer eine ziemlich herkunftsdeutsche Angelegenheit ist. Aber das wird sich mit der Zeit sicher auch ändern…

Für den Erhalt der Fankultur demonstrieren?

Am 09.10.2010 soll in Berlin eine Demonstration für den „Erhalt der Fankultur“ stattfinden. Neben diversen Fangruppen stehen mit BAFF, Pro Fans und Unsere Kurve auch drei große Fanbündnisse hinter der Demonstration. Ein Blick in und um die Stadien der Republik lässt dieses Anliegen sehr wohl äußerst dringlich erscheinen. Überwachungskameras und Polizei überall, Drangsalierung von Auswärtsfans bis hin zu krasser Reduzierung des Kartenkontingents (wie beim Spiel St. Pauli – Hansa Rostock letzte Saison) und Stadionverbot auf bloßen Verdacht hin liefern ebenso Anlass zu legitimer Aufregung wie die immer stärkere Zerstückelung der Spieltage, die zu immer fanunfreundlicheren Anstosszeiten führt. Die gerade im Vorfeld der möglichen Regionalligareform wieder hochkochende Aufregung über die vielen Reserveteams in den nächsthöheren Ligen unterhalb der Zweiten Bundesliga und die generell schwer zu wuppenden finanziellen Anforderungen der Regionalligen, der immer wieder auch recht prominente Vereine wie zuletzt Tennis Borussia Berlin, Rot-Weiss Essen oder der SV Waldhof Mannheim zum Opfer fallen, tun ihr Übriges zum generellen Unwohlsein der Fußballfans in diesem Land. Grund genug also, um die Wut auch mal nicht nur in die Kurven, sondern auch auf die Straße zu tragen. Wenn mensch jedoch etwas näher hinsieht, lässt sich erkennen, dass auch hier lange nicht alles Gold ist. Ein Blick auf die Unterzeichner_innen des Aufrufs genügt, um einer_m einen Schauer über den Rücken zu jagen.

Dass das Logo von Unsere Kurve schwarz-rot-gelb ist, mag vielleicht keine böse Absicht sein, ist aber dennoch gerade in Verbindung mit dem Wort „unsere“ echt widerlich. Wirklich schlimm wird es aber erst auf Fangruppierungsebene. Da wären zum einen die Beckumer Jungs, die sich in ihrem Selbstverständnis explizit gegen Politik im Stadion aussprechen und allen Ernstes extra darauf hinweisen, dass die „Rot-Weissen“ aus Ahlen“ ihre „Feinde“ sind. Auch Collettivo Wuppertal stellen fest: „Mit Politik haben wir nichts am Hut.“ Mit an Bord sind auch die Harlekins von Hertha BSC, die in einer Erklärung vom 04.06.2010 sogar zugeben, dass einige von ihnen zumindest indirekt am Überfall auf den TeBe-Truck beim Karneval der Kulturen in Berlin-Kreuzberg beteiligt waren. Überhaupt fällt auf, dass viele der Gruppen eine auffallende Offenheit für „traditionelle Rivalitäten“ und Fanfeindschaften pflegen. Ein Klicken durch die jeweiligen Fotogalerien zeigt neben schönen Fahnen, Doppelhaltern und Choreographien auch immer wieder vor allem eines: Horden junger, weißer Männer (gerne auch Oberkörper frei) beim Aufgehen in der Masse. Dass sich gleich mehrere der aufrufenden Gruppen Namen mit explizit männlichen Namensteilen wie „Boyz“, „Brothers“ oder „Jungs“ geben passt da wie Arsch auf Eimer. Was ist also diese Fankultur zu erhalten gilt?

Das allermeiste, was im Aufruf zu der Demonstration geschrieben wird, ist sehr richtig oder zumindest nicht weit entfernt von der Wahrheit. Was jedoch fast vollkommen fehlt, ist die Selbstreflektion, die Beschäftigung mit den Ursachen all der Repression. Nirgendwo ein ehrliches Wort davon, dass viele – wenn auch bei weitem nicht alle – Stadionverbote vollkommen zurecht verhängt werden, weil sie sich eben gegen wirkliche Gewalttäter_innen richten, die aus bescheuerten Motivationen heraus Menschen, die einfach nur andere Fußballteams als sie selbst gut finden, angreifen. Auch die starke Polizeipräsenz stellt bei vielen Spielen keine Repression, sondern eine traurige Notwendigkeit dar. Wenn in Rostock oder Magdeburg sich nicht Hunderte Cops zwischen die heimischen Fans und jene des gastierenden FC St. Pauli gestellt hätten, wären beide Seiten mit Dutzenden Schwerverletzten wahrscheinlich noch gut bedient gewesen. Ähnliches gilt für jedes Aufeinandertreffen von TeBe und BFC Dynamo, Nürnberg und Bayern, Schalke und BVB, Bremen und dem HSV, Lok Leipzig und Dynamo Dresden. Wer hier von bösen Polizist_innen und guten Fans redet, verschließt die Augen vor der Realität. Der Kern des Problems sind nicht ein repressiver Polizeiapparat (den es zweifelsohne gibt) oder irgendeine Verschwörung gegen Fußballfans (die es zweifelsohne nicht gibt), sondern die Tatsache, dass in fast jedem größeren Stadion des Landes gruppenweise junge Männer rumhängen, die bereit sind sich „für ihren Verein“ zu prügeln. Die Polizist_innen der Bereitschaftshundertschaften würden sicher tausendmal lieber am Wochenende frei oder nur Bereitschaft haben, als immer und immer wieder stumpf besoffene, identitär lokalpatriotische Männerhorden auf dem Weg zwischen Bahnhof und Stadion davon abzuhalten allen, die andersfarbige Schals tragen auf’s Maul zu hauen. DAS ist leider auch Teil der gegenwärtigen Fankultur!

Ein Demoaufruf, der sich nicht explizit zu diesem Problem positioniert, sondern sich mit einem einzigen floskelhaften Satz zum Thema begnügt und der von Gruppen unterzeichnet wird, die Teil dieses Problems sind, muss notwendigerweise zu kurz greifen. Auch die Kritik an den zugegebenermaßen teilweise wirklich beschissenen Anstosszeiten lässt außer Acht, dass der Aufstieg der allgegenwärtigen Fußballliveübertragungen in ursächlichem Zusammenhang mit dem Hooliganproblem der 1980er Jahre steht. Weil damals viele Stadien für alle nicht gewaltaffinen Fußballfans immer unattraktiver wurden, entstand ja gerade erst der Markt von Leuten, die sich das ganze lieber zu Hause vom sicheren und gemütlichen Sofa aus ansehen wollten. Im Übrigen sind Fernsehübertragungen ja nichts prinzipiell Schlechtes. All diejenigen, die nicht genug Geld haben, ihren Leib- und Magenverein bei jedem Spiel live zu supporten, werden sicher genau wie ich glücklich darüber sein, dass sie so wenigstens in einer Kneipe ihrer Wahl zusammen mit Gleichgesinnten die Spiele ihres Teams verfolgen können. Dieses gemeinsame Fußballgucken in der Kneipe, im Pub oder im Clubheim ist eben auch Teil des Fußballkultur und nicht der unwichtigste.

Natürlich muss sich etwas ändern an der Fußballlandschaft. Natürlich muss Polizeigewalt endlich geahndet werden (wozu eine individuelle Kennzeichnung der Beamt_innen sicher beitragen würde). Natürlich sollten Fanbelange im Fußball keinen nachrangigen Status haben. Natürlich sollten Fans das Recht haben jede Form von Fahnen oder Transparenten (sofern sie nicht menschenfeindlich sind) verwenden dürfen. Aber auch gerade hierzu wird sich in dem Aufruf nur unzureichend positioniert, wahrscheinlich weil mensch es sich sonst mit den vielen ach so unpolitischen Fangruppen verscherzen würde. Für mich persönlich ist es ein Problem, wenn bei Fußballspielen keine politischen Statements wie Antifafahnen, Transpis mit politischen Inhalten oder auch „Good Night White Pride“-T-Shirts erlaubt sind. Wenn ich zu einem Fußballspiel gehe, gebe ich doch nicht mein politisches Bewusstsein an der Kasse ab. Und wenn wie an diesem Samstag beim Spiel von TeBe in Torgelow zur gleichen Zeit Nazis durch Dortmund und Islamist_innen durch Berlin marschieren, dann möchte ich auch das Recht haben, dazu meine Meinung zu äußern. Im Stadion genauso wie außerhalb des Stadions. Wer solche Meinungen zensiert mit dem Verweis darauf, dass Fußball und Politik nichts miteinander zu tun hätten oder haben sollten, der_die handelt damit explizit politisch! Und zwar im Sinne einer antiemanzipatorischen, dem Weg zu einer freieren Gesellschaft entgegenstehenden Sinne…

Wer identitäre Ultragruppen mit Nachwuchsorganisationen, oftmals hierarchischen Strukturen und fast genauso oft latenter bis expliziter Rechtsoffenheit zu Verhandlungspartner_innen in einer Diskussion um Fanbelange macht, macht einen der Böcke zum Gärtner. Ultra ist nicht die ganze Wahrheit. Die Mehrheit des Fans tickt anders und hat dementsprechend auch weit weniger Probleme mit Polizei und Repression. Viele von ihnen werden sogar dankbar sein, dass die Polizeibeamt_innen für sie die Köpfe hinhalten, wenn mal wieder „paramilitärische Supporteinheiten“ auf sie zustürmen. Die allermeisten Polizist_innen stehen mir wahrscheinlich auch sowohl politisch wie menschlich näher als das Nazigesocks, das in vielen Kurven zwischen Cottbus und Dortmund geduldet wird. Fankultur an sich ist nichts Erhaltenswertes. Vielleicht wäre es sinnvoller für eine andere Fankultur zu demonstrieren, als für den Erhalt einer Fankultur, an der viel zu vieles Scheiße ist…

Für eine Fankultur ohne Gewalt, identitäres Rumgeprolle und Mackertum!
Für pro-queere, antifaschistische Kurven, in denen und von denen niemand diskriminiert wird!
Für Auswärtsfahrten, die keinen Polizeischutz brauchen!
Für eine Fankultur, für die zu demonstrieren, sich lohnen würde!