Alle zusammen für die Lila-Weissen

Tennis Borussia BerlinLudwigsfelder FC 1:1

Freitag, 27.08.2010, 19:00 Uhr, Momsenstadion, Oberliga Nordost Nord (Männer)

Nach der Niederlage in Lichterfelde gab es an diesem Freitag gleich der nächsten LFC, diesmal aus dem südlichen Speckgürtel Berlins. Trotz immer wieder einsetzendem leichten Regen entschieden sich die meisten TeBeler_innen diesmal dann auch wieder für ihren angestammten Platz im E-Block. Diese waren jedoch noch gar nicht alle angekommen, da stand es nach einer Ecke in der ersten Minute schon 0:1 und dieser Schock war noch nicht einmal anverdaut, da gab es auch schon den derzeit obligatorischen Platzverweis für einen Lila-Weissen. Diesmal erwischte es Jerome Bah in der 11. Minute nach einer ziemlich sauberen Rettungstat, die Schiedsrichter Nixdorf (kennt noch jemand die Computer? Die haben weniger Fehler gemacht…) als Notbremse wertete. TeBe spielte also rund 90% des Spieles mit nur 10 Mann. Nach den engagierten, jedoch ungeordneten Auftritten, die die Borussia in den letzten Pflichtspielen darbot, sobald sie in Rückstand geraten war, wäre jetzt eigentlich ein Ludwigsfelder Schützenfest zu erwarten gewesen. Doch ganz in Gegenteil waren es die mit den lila Trikots, die das Spielgeschehen dominierten. Ohne sich nach der zahlenmäßigen Dezimierung aus dem Konzept bringen zu lassen, bot TeBe schönstes Offensivspiel, das im Gegensatz zum Spiel in Lichterfelde diesmal auch nicht an der Strafraumgrenze plötzlich aufhörte. Diesmal gab es Chancen und zwar reichlich. Ludwigsfelde blieb bis weit in die zweite Hälfte nichts als Kontern, von denen einige sehr, sehr gefährlich waren. Die in Rot spielenden Randberliner scheiterten ein ums andere Mal an dem sich in Glanzform präsentierenden Torhüter Filatow, der auch völlig zurecht in der Fußballwoche in der Elf des Tages gelandet ist. Es dauerte jedoch noch bis zur 87. Minute bis ein weiteres Tor fallen wollte. Zum Glück aber nicht unverdient fiel es für TeBe. Nach einer Ecke durch Kirstein. Die letzten Minuten waren turbulent auf dem Rasen und laut auf den Rängen. Da mittlerweile einige Menschen vor dem Regen auf die Tribüne geflüchtet waren und andere eh schon das ganze Spiel über saßen wurden die Ludwigsfelder quasi in eine akustische Flügelzange genommen. Ein echter Momsenroar…

Nach dem erlösenden Abpfiff war dann alles Jubel und Erleichterung. Der erste Punkt der Saison war im Sack, die rote Laterne wurde an Optik Rathenow weitergereicht und die Leistung machte wirklich Hoffnung auf eine dauerhafte Leistungssteigerung. Der einzige Mensch im Ludwigsfelder Block war zu diesem Zeitpunkt schon längst gegangen. Fankultur ist beim LFC wohl eher nicht so das große Ding…