Lichterfelde West bis Lichterfelde Ost

Lichterfelder FCTennis Borussia Berlin 3:0

Samstag, 21.08.10, 14:00 Uhr, Stadion Lichterfelde, Oberliga Nordost Nord (Männer)

Lichterfelde kenne ich ja sonst nur als Heimat von Brutos Brutaloz, der da wohl offenbar der Boss ist, aber eigentlich ist die Jugend- und Nachwuchsarbeit des örtlichen Fußballvereins viel bemerkenswerter und aller Ehren wert. Das erste Frauenteam ist auch gerade Berliner Pokalsieger geworden und trifft demnächst im DFB-Pokal auf Champions League-Sieger Turbine Potsdam. Dass das Stadion (wie so viele andere) zwischen 1933 und 1945 Adolf-Hitler-Stadion hieß, lassen wir bei mal lieber außen vor und bewundern lieber die beeindruckende Benjamin Franklin Klinik direkt neben dem Stadion.

Jedenfalls ist das Stadion Lichterfelde ein schöner Ort zum Amateurfußball gucken, auch wenn das Ergebnis an diesem sonnigen Samstag leider eher das Gegenteil dessen war, was mit lieb gewesen wäre. Hier sitzt der Stadionsprecher noch mitten unter den Zuschauer_innen, zum Pinkeln muss mensch nochmal aus dem Stadion raus und hinterher wieder rein und die Sitzplatztribüne sorgt für eine tolle Akkustik beim Support, den es bei diesem Spiel ausschließlich von TeBe-Seite gab. Die TeBeler_innen machten auch locker mehr als die Hälfte derjenigen aus, die sich dieses Spektakel gaben und bekamen für ihr tapferes Halten zur Borussia selbst nach Spielende nicht nur vom Stadionsprecher Respekt und Props.

Das Spiel selbst hatte zwei Gesichter, die passenderweise auch fast mit den zwei Halbzeiten zusammenfielen. In der ersten Hälfte passierte so richtig gar nichts. Fast alles, was geschah, geschah rund um die Mittellinie und weit abseits der Strafräume. In der zweiten Hälfte hätte es eigentlich auch so weitergehen können, wenn es nicht vor vor dem Halbzeitpfiff einen schlimmen lila-weißen Fehlpass in der eigenen Hälfte und darauf folgend eine sehr kreative Auslegung der Vorteilsregel seitens des Schiedsrichters gegeben hätte. Das Resultat war das 1:0 durch einen wirklich schön geschossenen, aber nicht unbedingt unhaltbaren Freistoß durch Bräuer. Von da an kam Lichterfelde immer besser ins Spiel und der Schiedsrichter tat mit seiner eigenwilligen Regelauslegung inklusive einer Roten für TeBe sein übriges dazu, dass der LFC durch Hube und wiederum Bräuer noch auf 3:0 erhöhen konnte. Bei den Lila-Weißen fehlt es offenbar noch immer an der Eingespieltheit und trotz der immer wieder aufblitzenden individuellen Klasse der Spieler, kommt noch kein wirklich guter Fußball dabei heraus. Vor allem der letzte Pass, der zu Torchancen führen könnte, fehlt einfach komplett. In Lichterfelde hatte TeBe weniger Chancen als der LFC Tore. Hoffentlich sieht das am Freitag zu hause gegen Ludwigsfelde anders aus.


3 Antworten auf „Lichterfelde West bis Lichterfelde Ost“


  1. 1 Loriot 24. August 2010 um 10:20 Uhr

    *Hüstel*
    Das 1:0 fiel in der 1. Halbzeit…..

  2. 2 Lukas 24. August 2010 um 12:34 Uhr

    sehr guter bericht, danke hierfür. lila weiß fehlt es jedoch nicht nur an eingespieltheit, mal im ernst, die mannschaft hat leider kein oberliga- geschweige denn verbandsliga format. das wird, wenn nicht ein weiteres wunder geschieht, ein ganz schwere kiste. im grunde können mir auch die gegnerischen lobhudeleien gestohlen bleiben. dann spiele ich lieber schlecht, aber stibitze die punkte. leiter haben viele der lila akteure nicht die qualität dazu oder schätzen sich selbst falsch ein. ein rätsel bleibt, dass teddy weiterhin den viel zu langsamen und völlig überforderten kirstein weiterhin bzw. überhaupt in der defensive spielen lässt. der junge, sorry, hat nichtmal annähernd landesliga niveau. zu langsam, zu träge, zu phlegmatisch. es scheint jedoch so, dass nichts besseres vorhanden ist. verbandsliga hätte tebe einfacher und schneller haben können, dazu muss man sich nicht die blöse geben, aus der ol abzusteigen. ich drücke trotzdem die daumen.

  3. 3 fussballvonlinks 24. August 2010 um 13:50 Uhr

    *hüstel* natürlich war das ende der ersten halbzeit. wie konnte ich das nur vertüdeln?! ist ge-editet.

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