„Ehrenkodex“ für Fans in Aachen

Die relevanten Fangruppierungen bei Alemannia Aachen inklusive Aachen Ultras, Karlsbande, Supporters und Interessengemeinschaft haben, wie der Verein heute auf seiner Homepage berichtet, einen »Ehrenkodex« unterzeichnet, der sich gegen Gewalt und »politischen Extremismus« sowie für »Respekt und Toleranz« ausspricht. Dabei sollen »Ruf als auch Wohl der Alemannia« stets im Vordergrund stehen. Was das in der Praxis bedeutet muss sich wohl erst noch zeigen. Nachzulesen ist der Kodex [hier].

Die Aachen Ultras haben kurz nach der Veröffentlichung seitens des Vereins ein eigenes Statement veröffentlicht, das zum Teil deutliche Kritik äußert, aber lest am besten selbst und zwar [hier] (Link zu einer PDF).

Es bleibt also offenbar spannend im belgischen Grenzgebiet. Fortsetzung folgt mit Sicherheit…

»Unsterblich« in Wien dreht frei

Folgende über Facebook verbreitete Meldung aus Wien hat uns doch ein wenig bestürzt und soll von daher unkommentiert für sich stehen:

Vorfälle im Viola Pub nach dem Spiel

Sehr geehrte Damen und Herren,

Seit meinem 15. Geburtstag – also nun seit 13 Jahren -bin ich regelmäßiger Besucher der Austria Spiele. Viele Jahre hatte ich auch ein Abo, zuerst auf der West, dann mit Baubeginn der Ost, wechselte ich auf die Nord Tribüne.

In all diesen Jahren ist es leider fast alltäglich geworden, im Rahmen des Stadionbesuches mit rassistischen Äußerungen konfrontiert zu werden. Meist handelt es sich um den schon fast als normal zu bezeichnenden Alltagsrassismus gegen den man, so verwerflich er auch ist, aufgrund seiner tiefen Verankerung in der österreichischen Gesellschaft nur mit langfristig geplanten Schritten etwas unternehmen kann. Leider vermisse ich auch diese in der aktiven Kommunikationspolitik des FK Austria Wien, ein Umstand der nahezu als Einladung für organisierten Rechtsextremismus zu gelten hat.

Das Einsickern von sogenannten Fans mit einer Affinität zu Gedankengut und Symbolik des 3. Reiches ist leider nun seit mehreren Jahren fest zu stellen. Der Verein unternimmt punktuell etwas, meist dann wenn es zu medienwirksamen Vorfällen kam, viel mehr ist von mir als „passiver“ Fan jedoch nicht wahr zu nehmen. Offensichtlich gibt es im Verein auch zu wenige Verantwortliche, die sich der Problematik wirklich bewusst sind und bereit sind Verantwortung zu übernehmen, bzw ein fundiertes Wissen über die Symboliken von Faschismus und Nationalsozialismus besitzen. Anders ist das wiederholte Auftauchen nationalsozialistischer / faschistischer Botschaften auf der Osttribüne nicht zu erklären.

Das gestrige Spiel hat meinen Begleitern und mir wirklich viel Freude bereitet. Eine Austria Mannschaft, wie man sie sich nur wünschen kann, nur schade, dass dies schon bald in den Hintergrund trat.

Nach der Spielerverabschiedung entschieden wir uns dazu die Leistung unserer Austria gemeinsam im Viola Pub zu feiern. Während sich mit der Zeit das Lokal langsam leerte, ließ uns die gemütliche Atmosphäre schon von Zukünftigen besuchen im Pub träumen.
Am Nebentisch von uns war noch eine Gruppe des „Fanclubs“ „Unsterblich“ versammelt, sie stellten unter den noch anwesenden Gästen wohl die Mehrheit dar. Gegen 20:15 Uhr versammelte sich ein großer Teil von ihnen an der Bar und begann neben dem Hitlergruß auch Gesänge anzustimmen, die den Nationalsozialismus verherrlichten, bzw. Menschen anderer sexuellen Orientierung herabwürdigten. Das Entsetzen unter uns unbeteiligten Besuchern war entsprechend groß (auch wenn uns wie bereits gesagt diese Problematik im Austria Stadion nicht gänzlich fremd ist), steigerte sich allerdings um so mehr, als wir erkennen mussten, dass auch die anwesenden Fanordner sich begeistert an diesen strafbaren Handlungen beteiligten. Es gab auch keine Reaktion von Seiten des übrigen Personals, vielmehr machte es den Eindruck als wäre man solche Vorkommnisse bereits als alltäglich gewohnt.

Da wir gemeinsam mit einigen anderen Fans (die übrigen Teile der Besucher, welche dieses Verhalten ablehnen und den UST wohl nicht nahe stehen) das Lokal verließen, war es mir jedoch trotzdem ein Anliegen, eine/n Verantwortliche/n zu finden. Im Nebenraum (Viola Bar) traf ich auch tatsächlich eine Angestellte, die sich zuerst auch selbst als zuständige Person deklarierte, jedoch bei der Schilderung der Vorfälle sofort jegliche Zuständigkeit von sich wies. Wörtlich erklärte sie mir, dass sie nur für die VIP Betreuung angestellt wäre (sie schrieb gerade ihre Listen) und ich müsse mich an jemand anderen wenden. Auf meinen Einwand, dass dies wohl ein Thema des Vereins als gesamtes wäre, blockte sie abermalig ab und verwies mich auf „Herrn Herman“. Abgesehen davon, dass wir besagten Herrn nicht finden konnten, bin ich der Ansicht dass es die Pflicht eines jeden Angestellten dieses Vereins zu sein habe, auf entsprechende Meldungen auch angemessen zu reagieren. Ob dies nun durch die Verständigung von Sicherheitskräften/ der Polizei oder durch direkte Kontaktaufnahme zu einem direkten Verantwortlichen im Verein passiert, ist dabei nebensächlich, es kann aber nicht sein, dass sich die Fans selbst darum zu kümmern haben. Abgesehen davon sollte doch bereits das Personal im Bereich des Restaurants dahingehend geschult sein, dass solchen Situationen bestmöglich unterbunden oder gegebenenfalls schnellstmöglich beendet werden. Der FK Austria Wien hat auch die Verantwortung für die von ihm betriebenen Räumlichkeiten zu tragen und damit einhergehend auch betreffend der dort handelnden Personen. Seien dies Angestellte des Unternehmens, oder eben Gäste in Form von Fanclubs, welche die Austria als Bühne für ihre menschen verachtenden Ideen missbrauchen.

Seit Eröffnung des Viola Pubs war ich nun drei Mal als Gast anwesend. Dabei kam es zwei Mal zu Aktionen, welche unter das Verbotsgesetz fallen. Verbunden mit der Performance auf den Tribünen, wird man den Eindruck nicht los, dass der Verein seine Geschichte nicht respektiert und mehr oder weniger tatenlos dem rechtsextremen Treiben zusieht.

Naziaufkleber in Hamburg

In der Nacht vor dem Spiel zwischen dem Hamburger SV und dem VfB Stuttgart am 21.10. haben Unbekannte rund um das Stadion des HSV Sticker der rechtsextremen Website »mein-HH.info« verklebt, auf denen der Slogan »Während du feierst, stirbt dein Volk!« zu lesen war. Was daran schlecht sein soll, wurde dagegen nicht mitgeteilt. Im Vorfeld des Spiels wurden die Sticker jedoch von Fans entfernt oder überklebt.

Bereits eine Woche zuvor, am 14.10., waren beim Oberligaspiel zwischen zwischen Bergedorf 85 und Altona 93 ebenfalls Aufkleber von »mein-HH.info« verklebt worden. Auch hier reagierten Anhänger_innen beider Teams Augenzeug_innen zufolge sehr direkt und nachdrücklich auf die Aktion der Neonazis.

Einen Artikel zu »mein-HH.info« gibt es [hier] bei der Hamburger taz.

Braunschweig: Kurvenlage

Die Initiative gegen rechte (Hooligan-)Strukturen aus Braunschweig hat eine Broschüre zu rechten Umtrieben bei Eintracht Braunschweig herausgegeben. Sehr lesenswert und [hier] online lesbar oder auch als PDF zum Herunterladen verfügbar.

Busexkursion in Berlin

Helle Panke in Berlin veranstaltet am 26.09. ein Busexkursion zu „Fußball in Berlin“. Endpunkt ist das Spiel Hertha gegen Dynamo Dresden. Hier alle Infos:

Kein Sport in Deutschland ist beliebter, in keinem Sport steckt in Europa so viel Geld, wie im Fußball. Die Fußballstadien gelten als Seismograph der Gesellschaft, andersherum wird kein Zuschauersport so politisiert.

In Berlin ist im Gegensatz zu anderen Großstädten der Fußballkosmos nicht durch einen Verein monopolisiert, aber auch nicht durch totale Rivalität geprägt. Hier findet sich viel mehr eine Fußballlandschaft, die sich in verschiedenen Ligen abspielt und ganz unterschiedliche Milieus an die jeweiligen Vereine bindet.

Wir wollen in einer Busexkursion verschiedene Orte der Berliner Fußballlandschaft anfahren und uns an den Schnittstellen von Geschichte, Politik und Gesellschaft und „dem Runden, das ins Eckige muss“ informieren.

Den Abschluss bildet der gemeinsame Besuch der abendlichen Zweitligapartie Hertha BSC vs. Dynamo Dresden. Eintrittskarten für das Spiel können über unsere Geschäftsstelle vorbestellt werden.
Der Preis für die Karten ist in den unten genannten Kosten für die Exkursion nicht enthalten.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Berliner Fanprojekt

Zeitplan Busexkursion „Fußball in Berlin“

10:00 – 11:00 Haus der Fußballkulturen: Das Berliner Fanprojekt stellt ihre Räume im „Haus der Fußballkulturen“ und ihre Arbeit in der Gewaltprävention sowie mit Fußballfans und Fan-Gruppen, die sich selbstinitiativ, kreativ, gewaltfrei und antirassistisch engagieren in und rund um die Berliner Stadien.

11:00 – 12:00 Fahrt zur Alten Försterei

12:00 – 13:00 Gespräch und Stadionführung in der „Alten Försterei“ mit Hans-Joachim Lesching vom Aufsichtsrat des 1. FC Union Berlin. Herr Lesching wird das Finanzierungsmodell des Stadionumbaus vorstellen. Das Finanzierungsmodell ist ein gutes Beispiel für ein nicht-profitorientiertes Vorhaben für das erhebliche Mittel akquiriert werden mussten

13:00 – 14:30 Imbiss und Fahrt zum Vereinsheim von Türkiyemspor Berlin e. V.

14:30 – 15:00 Besuch des Vereins Türkiyemspor Berlin e. V., welcher als erster Verein von türkischen Migranten in Berlin gegründet wurde. Neben ihrer Vereinsgeschichte, welche gut die Geschichte von Migration aus der Türkei nach Berlin darstellt, wollen wir etwas zu ihrer Arbeit gegen Rassismus erfahren.

15:00 – 15:30 Fahrt zum Olympiastadion

15:30 – 17:00 In Räumen des Olympiastadions wird der Historiker Prof Dr. Daniel Koerfer in einem Vortrag seine Studie „Hertha unter dem Hakenkreuz“ vorstellen sowie den Umgang von Hertha BSC heute mit der eigenen Vergangenheit.

17:00 – 17:30 Karten und Platzsuche im Olympiastadion

17:30 – Spielbeginn Hertha vs. Dresden (Teilnahme fakultativ)
Kosten: 15,00 Euro – mit Mittagessen, ohne Eintrittskarte Fußballspiel

Best Of Kommentarfunktion

*Triggerwarnung: Die hier zitierten Kommentare enthalten so ziemlich jede Art von Kackscheiße, die mensch sich nur vorstellen kann, Wer so etwas nicht lesen will, sollte lieber etwas anderes lesen.*

Anfangs wurden auf diesem Blog beleidigende und diskriminierende Kommentare einfach direkt gelöscht. Seit geraumer Zeit werden sie jedoch gesammelt und, weil es langsam ziemlich viele geworden sind, wird es Zeit für ein kleines Best Of, das dokumentieren soll, was für Mist hier hinter den Kulissen so alles eingeht:

Dauerspammer und Vollzeittroll Mark Sist meinte im Bezug auf antisemitische Facebookkommentare nach dem Länderspiel zwischen Deutschland und Israel:

Warum sollte Israel nochmal das Existenzrecht nicht abgesprochen werden?

Zur Rezension des Buches „Ultras im Abseits“ meinte Rain Is Falling, der_die seltsamerweise dieselbe falsche Email-Adresse angibt wie Mark Sist:

und warum muss man nun auch noch die sachfremde kategorie ‚gender‘ abhandeln? weil du es so willst? oder gibt es dafür objektiv irgendeinen grund, dass man fankultur auch noch durchgendern muss?…

Zum Thema Rassismus und Nationalismus in Polen und der Ukraine im Vorfeld der EM meinte Felek:

…Ausserdem bedeutet „rechts“ in Polen nicht gleich rassistisch! Gruppen wie Nat.Rad. Lager sind zwar sehr rechts,allerings nicht rassistisch und auch nicht gegen Immigranten (solange sie nicht massenhaft ankommen)…

Zum Thema „Kein Bart für Deutschland“ erklärte deOtt mit großer analytischer Schärfe:

Patriotismus ist NICHT Nationalismus!
Links UND Rechts = fürn Arach!

Zum Angriff auf eine Frau mit Griechenlandfahne auf der Berliner Fanmeile meinte ein gewisser Basti:

Selbst Schuld. Hat nix mit Natzionals. Zu tun … Wenn sie sone tusse Ist die denkt dass ihre Möpse sie schon retten werden wenn sie provokante Klamotten auf der deutschen fanmeile anzieht hätte man ihr eigentlich nch ins Knie schießen müssen!!!

Bezüglich des Nichtsingens der Nationalhymne seitens einiger Spieler der deutschen Nationalmannschaft meint Kevin Schmitz:

Lieber ein rechter Deutscher als eine Linke Bazille. Gerhard Mayer-Vorfelder hat recht. Die Ölaugen haben so nichts in der Nati verloren

Zu den homophoben und sexistischen Bannern bei Preußen Münster erklärt Tribut unter anderem:

…Sagt mal gehts noch? Fußball bleibt Fußball und Politik bleibt Politik!!!!!!! Nur weil die Deviants mit Teilen der Münsteraner Antifa Szene verfeinert sind heißt das nicht, dass sie ihren politischen Scheiß mit ins Stadion bringen müssen.

Der Preis für den beschissensten Kommentar geht dagegen ohne Frage an User hhhhhhhh888888 für den Kommentar zur Dokumentation eines Antisemitischen Banners bei Dynamo Dresden:

!!! Rostocker sind halt UNTERMENSCHEN !!!

HANSA ROSTOCK – JUDE JUDE JUDE

All dies legt eigentlich nur einen Schluss nahe: Es gibt noch viel zu tun…

Immer wieder Aachen

Beim „Derby“ im DFB-Pokal gegen Mönchengladbach fiel die Aachener Kurve mal wieder negativ auf, diesmal mit sexistischer Kackscheiße. Den Bannern nach zu urteilen scheint sich das Ganze im Block der Karlsbande abgespielt zu haben.

aachen vs mg

[Quelle Foto: mayener-alemannen.de]

Sexismus und Homphobie bei Münster vs. Bremen

Beim Sensationserfolg von Preußen Münster gegen den SV Werder Bremen gab es – diplomatisch formuliert – leider auch einige Misstöne auf den Rängen. Münsteraner Ultras, die von Beobachter_innen der Gruppe „Block O“ (Ex-“Curva Monasteria“) zugerechnet werden, zeigten Tapeten mit homophoben und sexistischem Inhalt (s.u.). Offenbar sollten damit diejenigen Bremer Gruppen, die sich seit Jahren u.a. gegen genau diese Formen von Diskriminierung wenden, provoziert werden. Der Verdacht liegt nahe, dass sich die Aktion ebenso gegen progressivere Teile der Münsteraner Szene richtete. In jedem Fall ist die Aktion eine ziemliche Fehlleistung. Nicht weniger beschissen ist jedoch, dass ein großer Teil der rund 15.000 Zuschauer_innen mit dem gezeigten anscheinend keine großartigen Probleme hatte und auch der Ordnungsdienst (s. u.) schaute tatenlos zu. Bis zur Stunde hat sich weder der Verein zu dem Vorfall geäußert, noch wäre bekannt geworden, dass der DFB vorhat in irgendeiner Weise zu reagieren. Ist wohl nicht so wichtig in deren Augen…

St. Pauli Roar – Solidaritäts-Espresso

Auf St. Pauli gibt es mal wieder was Neues. Diesmal dürfen alle Koffeinjunkies sich freuen, denn ab sofort gibt es den „St. Pauli Roar Solidaritäts-Espresso“. Hier das Statement dazu auf dem entsprechenden Blog:

St. Pauli wird verbunden mit dem »Roar«. Dieser entwickelte sich in den achtziger Jahren auf der Gegengeraden im Millerntor und stand gleichermaßen für emotionale Begeisterung und Unterstützung bei Spielen des FC St. Pauli, wie für eine politische Haltung über den Verein hinaus.

Der Kampf um die Hafenstraße, Hausbesetzungen, Antifaschismus oder der Widerstand gegen Kommerzialisierung waren Teil dieser Entwicklung. Der Support und auch der Stadtteil St. Pauli hat sich mit den Jahren gewandelt. Nach wie vor gibt es aber eine politisch aktive Fanszene, für die St. Pauli nicht nur Fußball bedeutet, sondern auch Alltag, soziale Kämpfe und politische Auseinandersetzungen um das Recht auf Stadt.

Dies soll mit einem Solidaritätsespresso aufgegriffen werden, der der Unterstützung von Politik und Bewegung im Stadion und Stadtteil dient. Das Projekt von Cafe Libertad Kollektiv wird in Zusammenarbeit mit Fans und Stadtteilinitiativen organisiert um antirassistische Fanprojekte, politische Stadtteilarbeit auf St. Pauli und die Frage um das Recht auf Stadt zu fördern.

Möglichst viel der Einnahmen soll an Kleinbäuer_innen und opositionelle Genossenschaften im Herkunftsland oder politischen Faninitiativen und Stadtteilprojekten auf St. Pauli aber auch in anderen Stadtteilen zugute kommen. Der Kaffee wird pestizidfrei angebaut und solidarisch gehandelt. Oppositionelle Gruppen in den Produktionsländern werden mit 40 Cent pro kg unterstützt, darüber hinaus sollen weitere 2 Euro pro kg an Fan- und Stadteilinitiativen gehen.

Der Espresso kostet im Selbstvertrieb gemahlen 3.80 Euro als 250 g Vakuumpackung und in ganzen Bohnen 15 Euro im 1 kg Beutel.

Bezogen werden kann der Solidaritätsespresso in Stadtteilprojekten, an Fantreffpunkten oder via Internet im Shop von www.cafe-libertad.de.

Dieses Angebot ist nur aufgrund eines nicht privatwirtschaftlich gewinnorientierten Charakters zu verwirklichen. Der Kaffee wird zum Wiederverkauf daher nur in Fanprojekten, von Stadtteilinitiativen oder solidarisch gehandelt ohne Wiederverkaufsaufschläge angeboten.

Über die Verwendung von Soligeldern entscheidet ein Gremium aus Fans und Stadtteilaktivist_innen. Überschüsse und vergebene Spenden werden dokumentiert und veröffentlicht. Anträge auf Förderung können für Fanaktionen gestellt werden, deren Zweck sich gegen Faschismus, Rassismus, Sexismus, Homophobie, Antisemitismus oder Repression im Stadion und der Gesellschaft richtet. Im Rahmen der Stadtteilarbeit sollen unabhängige Projekte oder Aktivitäten gefördert werden, die der Selbstorganisierung von Anwohnerinnen und Anwohnern dienen und sich für ein Recht auf Stadt einsetzen. Die Förderung beginnt nach einer Anlaufphase von 6 Monaten.

Ihr könnt, das Projekt unterstützen, indem ihr den St. Pauli Roar bestellt und bei euch anbietet, Kneipen ansprecht ob sie ihn ausschenken wollen oder einfach nur euer Umfeld darüber informiert. Der Bio-Rohkaffee kommt von der kleinbäuerlichen Organisation Comsa aus Honduras und wird zu einem Espresso mit italienischer Röstung verarbeitet.
Die Region Marcala ist bekannt für ihren hochwertigen Kaffee und die selbstorganisierte Weiterentwicklung von Qualitätsstandars und Bioanbauverfahren. Viele Kleinbäuer_innen sind aktuell jedoch bedroht von einem Staudammprojekt und daran anknüpfenden Tagebau, der Anbauflächen und damit die Existenzgrundlage politischer Kooperativen in der Region bedroht.

Schreibt uns gerne an, wenn ihr Fragen habt oder Informationen das Projekt unterstützen wollt.

St. Pauli Roar
stpauliroar [at] gmx.de

Einige Artikel zum Thema Aachen

In den letzten eineinhalb Wochen ist viel geschrieben worden über den Angriff rechter und rechtsoffener Aachener Hools und Ultras auf die Aachen Ultras nach dem Spiel in Saarbrücken. Hier eine kleine Zusammenstellung relativ lesenswerter Artikel zum Thema:

Aachener Zeitung (09.08.): Alemannia-Fans prügeln auf Alemannia-Fans ein

RevierSport (09.08.): Rechte greifen Aachener Ultras brutal an

11 Freunde (09.08.): Eine Hetzjagd

Zeit Online (10.08.): Aachen droht Hooligans mit drastischen Maßnahmen

Aachener Zeitung (13.08.): «Stadtverbot» für prügelnde Hooligans

Jungle World (16.08.): Die braunen Hools von Alemannia

Aachener Zeitung (16.08.): Alemannias «Fan-Krieg»: Fall für den Strafrichter

Und [hier] der Vollständigkeit halber auch noch die Presseerklärung von BAFF.